Pfarrer Matthias Fuchs informiert

Liebe Leserin, lieber Leser

„Ihr solltet sagen, wenn der Herr es will, werden wir leben und dies und jenes tun. “ Diese vorsichtige Aussageweise empfiehlt der Jakobusbrief uns allen. Mir ist in den vergangenen Monaten auf harte Weise klar geworden, dass sie ihre Berechtigung hat. Seit bald zwanzig Jahren pflegte ich den Besuchern des Kirchenkonzertes der Musikgesellschaft Seon zu sagen, dass, was auch kommen möge, eines sicher sei: In einem Jahr würde wieder am ersten Adventsabend das Kirchenkonzert stattfinden. Das letzte Mal machte ich diese Aussage am ersten Advent 2019. Dabei dachte ich durchaus an Jakobus – auch wenn ich nicht mehr dabei wäre, das Konzert würde trotzdem stattfinden. Das Jahr 2020 hat mich gelehrt, dass ich da falsch gedacht habe.

Das Jahr 2020 hat mich auch gelehrt, dass meine feste Überzeugung, Schulunterricht in Zürich und die Anforderungen eines Pfarramtes in Seengen seien vereinbar, so nicht stimmte. Noch im Sommer war ich überzeugt, dass hier alle Probleme mühelos beseitigt werden könnten. Die Coronazeit hat rasch und gnadenlos offengelegt, was sonst wohl erst später klar geworden wäre. Entsprechend werde ich mein Pensum nicht auf 50% ausbauen, sondern mein Engagement in Seengen auf Ende Juli 2021 beenden. Das tut mir von Herzen leid. Ich werde in Zukunft Stellvertretungen in kleinem Umfang machen. Und auch das nur, wenn der Herr es will und wir leben werden…

Bhüet di Gott, Seengen, bhüet di Gott, Hallwil, bhüet di Gott, Egliswil und bhüet di Gott, Boniswil!
Matthias Fuchs